LE NOZZE DI FIGARO W.A. Mozart/L. da Ponte

 

 

 

 

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Gewinnerproduktion des Ring-Award, internationaler Wettbewerb für Regie und Bühnenbild, Schauspielhaus Graz, Premiere im Juni 2005
Musikalische Leitung: Nils Schweckendick, Bühne: Jan Kattein, Kostüm: Magdolna Parditka

In 'Le nozze di Figaro' spielen die Figuren ein atemberaubendes Spiel der Verwechslungen, Verkleidungen, Täuschungen, Verwicklungen und Zufälle. Gegenstand ihres Spiels sind die Themen Liebe, Nähe und Treue.
Die Inszenierung thematisiert den Aspekt des Gesellschaftsspiels.
Das Spiel gibt den Figuren das Gefühl, über die Wirklichkeit Regie zu führen und befreit sie von Verbindlichkeiten und Verantwortung. Die Intrige ist russisches Roulette auf gesellschaftlicher Ebene. Zunehmend verlieren die Figuren jedoch die Kontrolle über das von ihnen selbst initiierte Spiel und können nicht mehr zwischen Spiel und Realität unterscheiden. Es entsteht Schwindel, den die Figuren mit Lust kultivieren. Geradezu mit Wonne lassen sie sich den Boden unter den Füßen wegziehen. Auf der anderen Seite machen sich jedoch zunehmend Risse in der heilen Komödienwelt bemerkbar und die Sehnsucht nach etwas nicht definierbaren Anderen, einem Ausstiegen, nach dem Ende des Spiels. Dies würde jedoch bedeuten, mit der Leere konfrontiert zu sein. Diese Gefahr umgehen die Figuren, indem sie immer neue und immer noch abwegigere Spielzüge erfinden. Gleichzeitig werden die Risse tiefer – auch die Risse in den Seelen der Figuren.-

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