OPERNREIGEN DER ZUKUNFT Eimermacher, Harnik, Banihashemi, Ueda

 

 

 

 

PRESSE

BACK

HOME

Oper Graz, Premiere im Februar 2007, Musikalische Leitung: Michael Brandstätter, Bühne: Jan Kattein, Kostüm: Magdolna Parditka

Am 3. Februar 2007 wurden im Next Liberty, Spielstätte der Oper Graz, vier Musiktheaterstücke uraufgeführt, die unter dem Titel 'Opernreigen der Zukunft' zusammengefaßt sind. Alle vier Stücke unterscheiden sich sowohl inhaltlich-thematisch als auch formal grundlegend voneinander. Die Komponistinnen und Komponisten gehen auf unterschiedliche und experimentelle Weise mit Tonmaterial um.

Die Inszenierung stellt die Frage nach dem Sichtbarwerden von Tönen:
Sind Töne vergängliche amaterielle Luftschwingungen, oder bleibt nach ihrem Verklingen etwas von ihnen zurück?
Jan Katteins Bühnenraum ist zugleich Tonstudio und Baustelle, an der ein Opernhaus entstehen soll. Hier werden Töne gesammelt und konserviert, um Verwendung im später fertiggestellten Opernhaus zu finden. Kreuz und quer durch den Raum verlaufen Tonbänder, die sich aus einer Reihe von mit Trichtern zum Tonauffangen versehenen Aufnahmegeräten kommend auf einem Schreibtisch in der Mitte sammeln.

Hier sind eine Vielzahl von Mitarbeitern beschäftigt: Sänger, die gegen Bezahlung ihre Töne abgeben, Musiker, der Dirigent, der mit Hilfe seines Assistenten und seines Dirigierstabes Sänger und Musiker diszipliniert, ein Team von Spezialisten, die die produzierten Töne auffangen und sammeln, darunter der Chefcutter, der an seinem Schreibtisch sitzend, die ankommenden Tonbänder schneidet und verpackt, und Techniker, die für die Wartung, Bedienung und Reparatur der Tonbandgeräte zuständig sind,

Die an den Vorbereitungen beteiligten Personen, allesamt im Netz sozialer Beziehungen gefangen, erleben, während sie ihren Tätigkeiten nachgehen, die Höhen und Tiefen eines typischen Berufsalltags - und somit fast eine Oper. -

mehr Bilder...